Pauschalierungen sind (manchmal) nötig

„Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“

 

Es ist nicht ganz klar, woher dieses Zitat wirklich stammt.

In Frage kommen Sokrates, ca. 470 – 399 v. Chr. und Kenneth John Freeman 1907

Vielleicht fühlen Sie sich nun bestätigt in Ihren Beobachtungen, vielleicht gehören Sie aber auch zu den Jungen und fühlen sich nun missverstanden: Jung und Alt kriegen sich schon seit Menschengedenken in die Haare. Kein Wunder also, dass der Generationenbegriff erfunden wurde, um diese beiden Gruppen voneinander zu trennen.

Seit Karl Mannheim 1928 den Generationenbegriff definiert hat, hat sich ein riesiges wissenschaftliches Feld der Generationenforschung entwickelt. Das von Widersprüchlichkeiten und Meinungsverschiedenheiten nur so trotzt: Generationen gibt es gar nicht, rufen die einen, während die anderen munter neue Generationeneinteilungen kreieren. Wer der beiden Extrempole hat nun Recht?

Eine Frage, die meinen Forscherdrang hervorkitzelte, zumal das Thema der Generationen immer dringlicher in der Öffentlichkeit zu werden schien:

„Immer mehr Unternehmer, Personalentscheider aus Wirtschaft und öffentlichem Dienst, Politiker, Journalisten, Schuldirektoren, besorgte Eltern fragten mich, ob ich ihnen erklären kann, warum sich die jungen Nachwuchskräfte bzw. die Mitglieder der sogenannten Generation Z (Gen Z oder GenZ) so verhalten wie sie es eben gerade tun. Sie selbst verstehen die jungen Menschen der Generation Z nicht mehr.“

Dipl.-Psych. Rüdiger Maas, Feb. 2017

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, stellte ich ein Team aus Psychologen, Soziologen und Wirtschaftswissenschaftlern zusammen. Gemeinsam riefen wir die „generation thinking“-Studie ins Leben. 2.500 Jugendliche der GenZ aus ganz Deutschland standen dabei mit ihren Meinungen, Einstellungen und Wünschen im Vordergrund.

Dabei war eine von Grund auf neue Herangehensweise nötig, um sich nicht einseitig auf eine der beiden Seiten der Streitparteien zu verschlagen. So vermieden wir es, unsere eigenen Generationeneinteilungen in unsere Arbeit einfließen zu lassen, sondern suchten im Datenmaterial nach Unterschieden zwischen verschiedenen Personengruppen. Und konnten tatsächlich einige spezifische Merkmale für die Generation Z ausmachen.

Mit diesem Erfolg war gleichzeitig der Startschuss für das Institut für Generationenforschung gefallen. „Generation thinking“ lautet seither unser Programm, an dem wir unsere Forschungen orientieren und kontinuierlich verbessern. Denn „in Generationen zu denken“ bedeutet, verschiedene Perspektiven zu berücksichtigen, ihre Positionen zu reflektieren, um so einen Beitrag zum Verständnis verschiedener Personengruppen zu leisten.

Generation thinking meint: In Generationen zu denken!

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