Der Corona-Blues und die Angst vor der „neuen Normalität“

Aktualisiert: Mai 28

Viele Menschen haben große Angst vor der Zeit nach der Corona-Pandemie.

Das ergab eine aktuelle Umfrage des Instituts für Generationenforschung, bei der über 3.200 Personen bundesweit befragt wurden.


Die emotionale Belastung ist zurzeit bei den 40-50-jährigen am höchsten. Sie blicken zudem sehr pessimistisch in die Zeit nach Corona. Bei den unter 25-jährigen zeigt sich das Gegenteil. Sie hoffen, im Gegensatz zu den Älteren, an ein Anknüpfen an die gewohnte Normalität vor der Pandemie.


Studienleiter Dipl.-Psych. Rüdiger Maas:

„Viele Menschen sprechen zurzeit vom ‚Corona-Blues‘. Wir befinden uns im zweiten Lockdown-Jahr, können mittlerweile auf ‚Erfahrungswerte‘ zurückgreifen (zweiter Geburtstag, zweiter Vatertag, zweites Ostern im Lockdown etc.) und nehmen die Situation deshalb anders wahr. Für viele fühlt es sich infolge so an, als wäre die Zeit verflogen, ohne wirklich etwas erlebt zu haben. Viele haben nun Angst vor der Zeit danach, wenn die ‚neue‘ Normalität einkehrt. Hier können wir eben nicht mehr auf ein Erfahrungswissen zugreifen, sondern wir sehen, dass wir alle direkt auf eine Unbekannte zusteuern“.


Die meisten Befragten gehen generationenübergreifend zudem von einer sehr langen Übergangszeit aus, bis die ‚neue‘ Normalität wirklich eintritt. Erfahren Sie mehr über die aktuelle Studie: