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Future of Work 2035: Future of Work und New Work

10. Aug.
5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Was wir von jungen Menschen über die Zukunft der Arbeit lernen können



Future of Work Research Series 01/2026


Autor: Hartwin Maas

Institution: Institut für Generationenforschung

Erscheinungsjahr: 2026

Research Series: Future of Work 2035

DOI: 10.13140/RG.2.2.35797.79847

Themen: Future of Work · New Work · Generation Z · Generation Alpha  · Arbeitswelt 2035 · Arbeitszeit · Homeoffice · Flexibilität · Führung · Digitalisierung · demografischer Wandel





Research Report kostenlos als PDF herunterladen:


Wie verändert sich Arbeit – und welche Widersprüche entstehen dabei?

Flexibilität, Homeoffice, Selbstbestimmung und neue Arbeitszeitmodelle gelten als zentrale Bestandteile einer modernen Arbeitswelt. Gleichzeitig zeigen sich zunehmend Spannungsfelder: Mehr Flexibilität kann weniger Struktur bedeuten. Mehr Autonomie kann den individuellen Leistungsdruck erhöhen. Remote Work schafft neue Freiheiten, kann aber zugleich den persönlichen Austausch im Team erschweren.


Die erste Ausgabe der Future of Work Research Series 2026 des Instituts für Generationenforschung untersucht deshalb nicht nur, wie junge Menschen in Zukunft arbeiten möchten. Sie betrachtet auch, welche gesellschaftlichen, technologischen und organisationalen Veränderungen die Arbeitswelt prägen – und welche Paradoxien dabei entstehen.


Abstract

Die Arbeitswelt befindet sich in einem grundlegenden Transformationsprozess. Digitalisierung, demografischer Wandel, Fachkräftemangel und veränderte gesellschaftliche Wertvorstellungen beeinflussen, wie Menschen arbeiten und welche Erwartungen sie an Beruf und Arbeitgeber stellen.


Die Future of Work Research Series 01/2026 untersucht die Einstellungen, Erwartungen und Zukunftsvorstellungen junger Menschen und setzt diese in Beziehung zu Entwicklungen in der Gesamtgesellschaft.


Die Ergebnisse zeigen ein vielschichtiges Bild: Junge Menschen möchten Leistung und Lebensqualität, technologische Offenheit und Sicherheit sowie Flexibilität und Stabilität miteinander verbinden. Damit verändern sich nicht nur individuelle Erwartungen an Arbeit, sondern auch die Anforderungen an Unternehmen, Arbeitsmodelle und Führung.


Gleichzeitig zeigt die Analyse, dass Konzepte von New Work und Future of Work nicht frei von Widersprüchen sind. Flexible und individualisierte Arbeitsformen können neue Freiräume schaffen, zugleich jedoch Belastungen und neue Abhängigkeiten erzeugen.


Das Research Paper untersucht diese Spannungsfelder anhand zentraler Paradoxien wie Work-Life-Separation vs. Work-Life-Blending, Agilität vs. Struktur, Workation vs. Teamwork, Selbstrechenschaft vs. Feedbackkultur sowie Autonomie vs. Heteronomie.


Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Future of Work nicht auf einzelne Maßnahmen wie Homeoffice, flexible Arbeitszeiten oder die Vier-Tage-Woche reduziert werden kann. Zukunftsfähige Arbeitsmodelle müssen vielmehr individuelle Bedürfnisse, organisationale Anforderungen, technologische Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen miteinander in Einklang bringen.


Zentrale Fragestellungen der Studie

Die Research Series untersucht unter anderem:

  • Wie wollen junge Menschen künftig arbeiten?

  • Welche Bedeutung haben Flexibilität, Selbstbestimmung und Work-Life-Balance?

  • Welchen Stellenwert nehmen Beruf, Karriere, Familie und persönliche Freiheit ein?

  • Wie verändern Digitalisierung und technologische Entwicklungen die Arbeitswelt?

  • Wo unterscheiden sich New Work und Future of Work?

  • Welche unbeabsichtigten Folgen können flexible Arbeitsmodelle erzeugen?

  • Wie lassen sich individuelle Bedürfnisse und betriebliche Anforderungen miteinander vereinbaren?

  • Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Unternehmen und Führung?


Future of Work ist mehr als New Work

Die Begriffe New Work und Future of Work werden häufig synonym verwendet. Das Research Paper unterscheidet jedoch bewusst zwischen beiden Konzepten.


New Work

New Work geht auf die Grundgedanken von Selbstständigkeit, Freiheit und Teilhabe an Gemeinschaft zurück. In der heutigen Unternehmenspraxis wird der Begriff häufig für flexible Arbeitszeitmodelle, Homeoffice, agile Arbeitsformen und hybride Organisationsmodelle verwendet. Im Mittelpunkt steht die Frage:

Wie lässt sich Arbeit stärker an individuelle Bedürfnisse anpassen?


Future of Work

Future of Work beschreibt dagegen einen umfassenderen strukturellen Transformationsrahmen. Im Mittelpunkt steht die Frage:

Wie verändert sich Arbeit unter dem Einfluss von Digitalisierung, Demografie, Globalisierung und gesellschaftlichem Wertewandel?


Damit umfasst Future of Work nicht nur konkrete Arbeitsmodelle, sondern auch Veränderungen von Arbeitsmarktstrukturen, Organisationsformen, Kompetenzanforderungen und Unternehmenskulturen.


Das zentrale Spannungsfeld der Arbeitswelt von morgen

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die zukünftige Arbeitswelt zunehmend zwischen scheinbaren Gegensätzen bewegt:

  • Individualität und Kollektivität

  • Autonomie und Struktur

  • Flexibilität und Stabilität

  • Leistung und Lebensqualität

  • technologischer Fortschritt und menschliche Bedürfnisse


Hinweis: Die Visualisierung wurde mit generativer KI erstellt. Die dargestellten Inhalte basieren auf der Future of Work Research Series 01/2026 des Instituts für Generationenforschung.


Gerade diese Spannungsfelder machen Future of Work zu einer strategischen Herausforderung für Unternehmen.

„Future of Work bedeutet für Unternehmen, Individualität und Kollektivität immer wieder neu auszubalancieren. Je heterogener Belegschaften werden, desto wichtiger wird es, dieses Spannungsfeld individuell auszuhandeln und regelmäßig neu zu justieren.“

Hartwin Maas, Zukunftsforscher



Was bedeutet das für Unternehmen?

Die Ergebnisse zeigen: Future of Work lässt sich nicht nach dem Gießkannenprinzip gestalten.


Homeoffice, Vier-Tage-Woche, flexible Arbeitszeiten oder hybride Arbeitsmodelle sind nicht automatisch zukunftsfähig, nur weil sie moderner erscheinen.

Entscheidend ist, wie gut ein Arbeitsmodell zu den jeweiligen:

  • Mitarbeitenden,

  • Aufgaben,

  • Teams,

  • Unternehmensstrukturen,

  • technologischen Voraussetzungen

  • und individuellen Lebenssituationen

passt.


Für Unternehmen entsteht daraus eine zentrale Zukunftsaufgabe:

Wie können Arbeitsbedingungen flexibler und individueller gestaltet werden, ohne dabei Zusammenarbeit, Verlässlichkeit, Leistungsfähigkeit und organisationale Stabilität zu verlieren?


Future of Work wird damit zunehmend zu einer Frage des dynamischen Gleichgewichts zwischen individuellen Bedürfnissen und kollektiven Anforderungen.


Warum der Blick auf junge Menschen entscheidend ist

Junge Menschen gehören zu denjenigen, die die Arbeitswelt bis 2035 besonders stark prägen werden.


Die Ergebnisse der Jugendtrendstudien des Instituts für Generationenforschung zeigen dabei keine Generation, die sich grundsätzlich von Arbeit oder Leistung abwendet.

Vielmehr verändern sich die Bedingungen, unter denen Arbeit als sinnvoll und attraktiv wahrgenommen wird.


Junge Menschen möchten unterschiedliche Bedürfnisse miteinander verbinden:

  • Leistung und Lebensqualität

  • Flexibilität und Sicherheit

  • technologische Offenheit und menschliche Bedürfnisse

  • individuelle Freiheit und Zugehörigkeit


Genau in diesen Spannungsfeldern liegen zentrale Herausforderungen und Chancen der zukünftigen Arbeitswelt.


Future of Work Research Series 2026

Die Studie ist der erste Teil der dreiteiligen Forschungsreihe Future of Work 2035 des Instituts für Generationenforschung.


Research Series 01/2026

Future of Work 2035: Future of Work und New Work

Future of Work, New Work, Arbeitskonzepte und die Paradoxien einer zunehmend flexiblen Arbeitswelt.

Jetzt erschienen


Research Series 02/2026

Wie demografische Veränderungen und neue Erwartungen an Arbeitgeber gleichzeitig auf Unternehmen wirken.

Erschienen September 2026


Research Series 03/2026

Corporate Responsibility und KI – Warum Verantwortung und Commitment heute entscheidend sind

Welche Rolle Verantwortung, Vertrauen und Commitment in einer zunehmend von Künstlicher Intelligenz geprägten Arbeitswelt spielen.

Erscheint demnächst



Empfohlene Zitierweise

Maas, H. (2026). Future of Work 2035: Future of Work und New Work. Future of Work Research Series 01/2026, Institut für Generationenforschung, Augsburg.


Über den Autor

Hartwin Maas

Zukunftsforscher | Institut für Generationenforschung

Hartwin Maas ist Wirtschaftsingenieur und Zukunftsforscher. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Frage, wie technologische, gesellschaftliche und generationale Veränderungen die zukünftige Arbeitswelt beeinflussen.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Generation Foresight und Future of Work.


Sein Ansatz verbindet wirtschaftliches und technisches Verständnis mit der systematischen Analyse zukünftiger Entwicklungen. Dabei betrachtet er nicht einzelne Trends isoliert, sondern deren Zusammenspiel: Wie verändert Künstliche Intelligenz bestehende Rollen und Aufgaben? Welche Erwartungen bringen unterschiedliche Generationen in Unternehmen ein? Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Führung, Zusammenarbeit und die strategische Ausrichtung von Organisationen?


Als Zukunftsforscher und Keynote Speaker übersetzt Hartwin Maas wissenschaftliche Erkenntnisse und Zukunftsentwicklungen in konkrete Fragestellungen und Handlungsperspektiven für Unternehmen.



Was bedeuten die Ergebnisse für Ihr Unternehmen?

Die Veränderungen der Arbeitswelt betreffen Unternehmen unterschiedlich – abhängig von Branche, Altersstruktur, Unternehmenskultur, Geschäftsmodell und technologischem Reifegrad.


Das Institut für Generationenforschung unterstützt Unternehmen dabei, die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die eigene Organisation einzuordnen und konkrete Zukunftsfragen zu bearbeiten. Für Unternehmen, die die Ergebnisse der Studie auf ihre eigene Organisation übertragen möchten, bietet das Institut für Generationenforschung Executive Briefings und Generation Thinking® und Future of Work Workshops an.


Mögliche Themen eines Executive Briefings

  • Welche Entwicklungen aus der Studie sind für unser Unternehmen besonders relevant?

  • Welche Erwartungen zukünftiger Mitarbeitergenerationen müssen wir berücksichtigen?

  • Wo entstehen Spannungsfelder zwischen Flexibilität und betrieblichen Anforderungen?

  • Welche Arbeitsmodelle passen tatsächlich zu unserer Organisation?

  • Wie verändern sich Führung und Zusammenarbeit?

  • Welche strategischen Handlungsfelder ergeben sich bis 2030 beziehungsweise 2035?


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