Homeoffice – ein Häppchen von New Work

Homeoffice ist gekommen, um zu bleiben.

Wohin kann die Reise gehen, wenn es um neue Konzepte und Gestaltungs-möglichkeiten der Arbeit geht?

Im Hinblick auf die Forderungen der jungen Generation (GenZ*), nehmen die Diskussionen und die Umsetzung der Transformation der Arbeit zunehmend an Fahrt auf. Im Zusammenhang wird dabei von New Work und neuen Arbeitsmodellen gesprochen, wie Workation, Homeoffice, Remote Working, 6-Stunden-Tage, 4-Tage-Woche, Creative Spaces, Mentoring, Careing und LAWA (live anywhere, work anyhwere).


Über 33 Millionen Erwerbstätige in Deutschland arbeiten im Dienstleistungsbereich und erwirtschafteten knapp 70 Prozent der Bruttowertschöpfung in 2021.** In der Dienstleistungsbranche können die neuen Arbeitsmodelle, die oft der NewWork Philosophie zugeschrieben werden, eher umgesetzt werden als im produzierenden Gewerbe. Beim letztem erscheint die Umsetzung wesentlich komplexer. Es ist somit ein relevantes Thema für die gesamte Gesellschaft geworden.

Das Institut für Generationenforschung führt regelmäßig repräsentative Umfragen zu gesellschaftlich relevanten Themenstellungen durch. Die vorliegende Auswertung bezieht sich auf die Umfrage, die das Institut für Generationenforschung im September 2022 in Deutschland durchgeführt hat.


Homeoffice ist zwar gekommen, um zu bleiben, doch konnten wir in unserer Trendanalyse feststellen, dass der physische Kontakt die Homeoffice-Euphorie trübt. Aus unserer Februar-Umfrage 2022 mit 1.415 Teilnehmenden empfanden 60 Prozent der Befragten ihre Situation im Homeoffce als psychische Entlastung und 13 Prozent als psychische Belastung. Jedoch 57 Prozent vermissten im Homeoffice den zwischenmenschlichen Kontakt zu ihren Kolleg:innen. Unsere September-Umfrage 2022 verdeutlicht: Für 50 Prozent der Befragten Arbeitnehmenden ist es weiterhin wichtig, mindestens einmal pro Woche auch physisch in die Arbeit zu kommen.


Physische Präsenz in der Arbeitsstätte in Zeiten von Mobiler Arbeit und Homeoffice ist weiterhin unverzichtbar. Mindestens einmal pro Woche zur Arbeit zu kommen, ist für 52,89 Prozent der befragten Personen wichtig, um einen physischen Austausch mit den eigenen Kolleg:innen zu haben. Bei Männern und Frauen zeigen sich hier deutliche Unterschiede: Während 66,67 Prozent der Männer einen physischen Austausch in der Arbeitsstätte für wichtig halten, sind es nur 44,44 Prozent der Frauen.






*Hinweis zu den in diesem Auszug verwenden Generationenbegriffen: Die Generation Z umfasst die Geburtenjahrgänge 1995 bis 2009.

** Statista 2022, URL: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1248/umfrage/anzahl-der-erwerbstaetigen-in-deutschland-nach-wirtschaftsbereichen/