Jugendtrendstudie 2026
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Aktualisiert: vor 3 Stunden
Die einsamste Jugend, die wir je hatten.
Irankrieg, Ukrainekrieg, Klimawandel ... – während der Globus von unzähligen Krisen heimgesucht wird und viele Medien mittlerweile von Polykrisen sprechen, tobt in heimischen Kinderzimmern die KI (Künstliche Intelligenz) und mit ihr Social Media: Immer mehr Stressoren strömen auf die jungen Menschen der Generation Z (2009-1995) und Alpha (2024-2010) ein und erodieren den Alltag zu Hause und in der Schule. Was macht der Dauerkrisenmodus mit jungen Menschen? Worüber sorgen sie sich und was gibt ihnen, trotz allem, Hoffnung?
Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Schulpädagogik der Universität Augsburg hat das Institut für Generationenforschung von Januar bis Februar 2026 junge Menschen zu ihren Sorgen, Ängsten und Hoffnungen befragt. Um diese Daten besser einzuordnen, wurden zudem Eltern und Lehrkräfte befragt sowie Kontrollgruppen. Insgesamt wurden durch dieses Vorgehen 4.865 Menschen in der Bundesrepublik Deutschland befragt.
Einzigartigkeit der Jugendtrendstudie 2026
Gesellschaft
Es wurde die ganze Gesellschaft betrachtet: Indem die gesamte Bevölkerung repräsentativ befragt wurde, können die Schüler:innen, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit anderen Alterskohorten sowie mit Eltern und Lehrkräften verglichen werden (Ausschluss von Periodeneffekten).
Ganzheitlich
Ganzheitliche Analyse der Gegenwart: Durch das Mixed-Method-Design konnten nicht nur Zahlen (quantitative Onlinebefragung), sondern die Geschichten aus dem Leben junger Menschen (qualitative Interviewforschung) erhoben und einsortiert werden.
Vergleich
Der Vergleich mit der Vergangenheit: Große Teile der Befragung nutzen bereits validierte Daten- und Erhebungsinstrumente. Dadurch war es möglich die heutigen Jugendlichen mit Jugendlichen aus der Vergangenheit zu vergleichen. Also ein Vergleich von heutigen z. B. 18-Jährigen mit 18- Jährigen von vor 10-/20-/30-Jahren, das ermöglichte den Ausschluss von Alterseffekten und einen direkten Vergleich mit der Generation der Eltern.
Zukunft
Die Berechnung der Zukunft: Auf Basis der Gegenwarts- und Vergangenheitsanalyse können Zukunftsszenarien und Handlungsmöglichkeiten ermittelt werden (Prognose von Trendentwicklungen).
Kernthemen der Jugendtrendstudie 2026
Anstieg der Einsamkeit und Isolation
Die Einsamkeit unter jungen Menschen wächst zunehmend. Begriffe wie „Social Battery“ oder „Me-Time“ sind allgegenwärtig und spiegeln wider, wie viele Menschen mit sozialer Überforderung kämpfen. Gleichzeitig nehmen Rückzug, Isolation und das Gefühl von Einsamkeit zu, ABER nur bei der Generation Z. Die Mitglieder der Generation Z ordnen zudem ihre psychische Gesundheit im Vergleich zu anderen Generationen am schlechtesten ein. Warum gerade die Generation Z so besonders stark von diesem Trend betroffen ist, war Gegenstand der Untersuchung.
Der Kinder-KI-Trend
Für viele junge Menschen ist ein Alltag ohne KI nicht mehr vorstellebar. Doch wie vorbereitet fühlen sie sich auf zukünftige KI-Einsätze und wer bereitet sie wie darauf vor? Um darauf Handlungsableitungen geben zu können, wurden in der Jugendtrendstudie 2026 KI-Anwendungen im Schulkontext beleuchtet. Hierbei ließ die Studie genug Raum um auch Schüler:innen und Lehrkräfte zu Wort kommen zu lassen. Die Ergebnisse der Studie geben hierbei einen einmaligen Einblick, an welchen Stellen die Gesellschaft aktiv werden muss, um verantwortungsvoll mit der KI-Entwicklung für Schüler:innen, Jugend und auch Gesellschaft umzugehen.
Geschlechterunterschiede & Politik
Noch nie waren Jugendliche und junge Erwachsene so gespalten wie heute. Ein Großteil junger Männer wünscht sich patriarchale Strukturen (zurück), forciert offen misogyne Botschaften und wählt AfD. Während junge Frauen genau das Gegenteil empfinden, dass die Rechte der Frauen und Emanzipationsbewegungen rückläufig sind. Strukturelle Benachteiligung bis hin zu Femiziden sind Themen, mit denen sich viele Frauen täglich beschäftigen sowie eine wachsende Angst vor Männern im Allgemeinen. Sie sehen verstärkt ihre Sorgen und Nöte bei der Partei die Linke verortet. Andere linke Parteien wie Grüne und SPD sehen sie ebenfalls als Teil des Problems an.
Angst & Gesellschaft
Die Ängste unter jungen Menschen werden immer größer. Die Jugendtrendstudie 2026 konnte aber belegen, dass es eben nicht die sogenannten „Polykrisen“ sind, die diese Ängste so besorgniserregend ansteigen lassen. Eine Folge hiervon sehen Club- und Diskothekenbesitzer schon lange, junge Menschen gehen nicht mehr feiern und ziehen sich stattdessen in ihre Schneckenhäuser zurück.
Die Jugendtrendstudie 2026 können Sie unter folgendem Link bestellen:




