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Die Generation Z hat keinen Bock auf Facebook

Aktualisiert: 5. März

Zukunftsforscher Hartwin Maas beim General-Anzeiger am 10.11.2023


In den letzten Jahren veränderten sich die Nutzergruppen in den Sozialen Medien. Vor allem Facebook, einst eine dominierende Plattform, verzeichnet einen deutlichen Rückgang der Zahl jüngerer Nutzer. Zukunftsforscher Hartwin Maas erklärt diese Entwicklung.


Facebook – ein Auslaufmodell?

Zwar war Facebook vor etwa 20 Jahren der Pionier der Sozialen Medien, aktuelle Trends zeigen jedoch, dass hauptsächlich Menschen über 40 die Plattform nutzen, während junge Nutzer zunehmend zu anderen Kanälen abwandern. Laut Maas planen sieben Prozent der Generation Z weltweit, Facebook in diesem Jahr zu verlassen. Das bestätigen auch die Forschungen des Instituts für Generationenforschung, deren Mitbegründer Maas ist:

Die Angehörigen der Generation Z äußern häufig Desinteresse an Facebook. Einige geben sogar an, sich nicht einmal an das letzte Mal zu erinnern, als sie sich eingeloggt haben. Für sie ist Facebook nützlich, aber inzwischen auch langweilig – vergleichbar mit der Nutzung von E-Mails.


Die Flucht vor den Eltern

Menschen brauchen Räume ohne Erwachsene, in denen sie sich frei ausdrücken könnten, so Maas. Plattformen wie Snapchat und Instagram, die mit visuellen, kurzen und ereignisreichen Inhalten locken, sind hierfür attraktiver. Dies trug auch zum Anstieg der Viralität von TikTok bei. Facebook dagegen setze weiterhin vor allem auf inspirierende Zitate und motivierende Sprüche. Viel Text, wenig Bild und ein Algorithmus, der nur langsam lernt, was ein User will – das ist jungen Menschen zu langweilig.


Facebook – die neuen „Gelben Seiten“

Mehr als 98 Prozent des Facebook-Umsatzes stammen aus Werbung.“, weiß Maas, auch das trage zum Userschwund bei Facebook bei, „der Algorithmus der Plattform scheint sich zunehmend auf Werbung und beworbene Inhalte zu konzentrieren, anstatt relevante Beiträge von Freunden anzuzeigen“, sagt Maas.


Dynamische und kreative Plattformen wie Instagram oder TikTok sind darauf ausgelegt, virale Trends schnell zu verbreiten, was den Bedürfnissen und Vorlieben jüngerer Benutzer entspricht. Ihre Werbung ist weniger explizit vorhanden, sondern kommt durch die Hintertür oder verpackt durch Influencer.


Angesichts dieser Entwicklungen könnte Facebook zu den neuen „Gelben Seiten“ des Internets werden, sofern es sein Nutzererlebnis nicht anpasst.



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Facebook wird zu den neuen Gelben Seiten, wenn es sich nicht ändert
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